Im Auge der Herde

Das Auge der Herde

In dieser Seminarreihe ist das Auge und die Darstellung der Herde, Mittelpunkt. Die Herde stellt das große Auge dar, welches aus vielen Perspektiven und Persönlichkeiten heraus eine Situation begreifbar machen kann. Die Herde ist ehrlich und direkt, sie spricht auch Themen an, die am liebsten für immer ignoriert worden wären. Diese Darstellung der Herde öffnet den Geist und erweitert den Blick für das Große und Ganze. Den Teilnehmern wird damit eine Sicht von außen, innen und dem Gegenüber ermöglicht.

Bedeutung und Herleitung des Namens

Der Name „Im Auge der Herde“ ist entstanden durch eine historisch, mythologische Ableitung aus Zeiten der Kelten und Wikingern. Im weiteren wurde die Seminarreihe angereichert mit psychologischen, philosophischen und wissenschaftlichen Aspekten.

Historisch – Mythologisch

Die Tradition der Verehrung von Pferden ist auf die Kelten zurückzuführen. In vielen keltischen Mythen werden Pferde mit Göttinnen verbunden und stehen für übernatürliche Wahrnehmung, Geschwindigkeit und Übergänge zwischen Welten. Pferde galten als die Boten der Götter und stehen symbolisch für übernatürliches Sehen, Reisen zwischen den Welten. Pferde spielten eine große Rolle in Ritualen und Weissagungen vor allem in germanischen Stämmen hielten die Pferde eine zentrale Rolle in der Gesellschaft, sie galten mitunter als heilige Wesen.
Auch das Verhalten des Pferdes wurde gedeutet – Schnauben und Kopfschütteln wurde als Warnung verstanden. Ruhig und gelassen war die göttliche Bestätigung einer Entscheidung. Eine plötzliche Bewegung oder Stampfen wurde mit der Ankündigung eines Unheils in Verbindung gebracht.

„Sehen mit den Pferden“ – mit spirituellen Augen sehen & in andere Welten blicken.

Sleipnir ist das achtbeinige Pferd Odins, des Göttervaters der nordischen Mythologie. Sleipnir ist das Brückenwesen mit welchem Odin zwischen den Welten reist. Sleipnir steht auch für transzendentale Sicht, übermenschliche Weisheit und ein Portal in andere Relitäten.

Das Auge der Herde verbindet mehrere Elemente der mythologischen Herleitungen beider Kulturen.

Psychologisch – Philosophisch – Wissenschaftlich

Im Weiteren bedienen wir uns in dieser Seminarreihe dem Herdenkonzept. In einer Herde ist jedes Individum Teil des Ganzen. Herdentiere sind besonders sensibel auf ihr Umfeld, denn eine Herde ist nur so stark wie das schwächste Glied. So haben sie einen Blick aufeinander und gleichen untereinander Imbalancen aus.
In einer Herde können wir einiges Lernen: non-verbale Kommunikation, klare Rollen- und Führungsverteilung, Teamgeist sowie die Bedeutung von Achtsamkeit und Präsenz.

„Das Pferd zeigt: es ist in seiner Umwelt nicht abstrakt, sondern unmittelbar involviert. Genau das eröffnet uns Menschen einen Erfahrungsraum der Authentizität.“ – Heidegger, Die Grundbegriffe der Metaphysik

Dadurch, dass die Pferde und Esel keinen bewussten Weltenentwurf haben, leben sie in einem unmittelbaren Bezogensein mit der Umwelt und dem Umfeld. Das Bedeutet, dass sie im Hier und Jetzt leben und nicht in Kozepten wie wir Menschen. Wodurch sie in der Lage sind auf kleinste Stimmungen, Haltungen und Atmosphären zu reagieren – ohne Filter. Diese Beschreibung prägte den Begriff des Resonanzraums, in den die Menschen eintauchen können, da die Pferde und Esel für den Menschen zum Spiegel werden.

„Pferde sind lebendige Resonanzpartner, die uns einen Raum eröffnen, Authentizität und Beziehungsfähigkeit zu erfahren“ – Hartmut Rosa

Mehr Informationen zu den Themen und dem Ablauf findest du in den Einzelseminaren mit ihren Schwerpunkten.

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