Im Auge der Herde

Ein kraftvoller Selbsterfahrungstag für Klarheit, innere Ausrichtung und echte Veränderung.

Manchmal brauchst es einen Ort,
an dem wir nicht funktionieren müssen - sondern klar erkennen dürfen, was für uns wirklich stimmt.

Du übernimmst, im Alltag, Verantwortung und hältst vieles zusammen - dennoch kommst du immer wieder an den selben Punkt. Grenzen verschwimmen. Entscheidungen werden vertagt. Der eigene Platz fühlt sich unklar an.

Im Auge der Herde ist ein stiller und zugleich kraftvoller Erfahrungraum für Menschen, die sich selbst ehrlich begegnen möchten - und bereit sind, nicht nur zu verstehen, sondern etwas zu verändern.

Die Arbeit in der Herde

Auf Renates Farm bewegen wir uns auf einem weitläufigen Gelände mit Wiesen, einem kleinen Waldstück und einem Bachlauf - gemeinsam mit einer frei lebenden, gemischten Herde aus fünf Pferden, drei Eseln und einem Muli.

Wir betreten die Herde in ihrem natürlichen Sozialgefüge.
Ohne Inszenierung. Ohne vorbereitete Rollen.

Die Tiere reagieren fein auf Körpersprache, Spannung, Zurückhaltung und Klarheit. Häufig wird sehr deutlich, wo du dich selbst zurücknimmst, wo du dich anpasst oder wo du beginnst, wirklich präsent zu sein.

Bei deinen Erfahrungen, mit der Herde, wirst du begleitet - Themen werden geklärt und in eine neue innere Haltung überführt. Danach kannst du vieles mit neuen Augen sehen.

Der Ablauf

Jeder Termin steht unter einem thematischen Schwerpunkt, der den Tag inhaltlich rahmt. Gleichzeitig, hast du die Möglichkeit, an deinem individuellen Prozess, zu arbeiten - dort, wo du gerade stehst.

Der Tag beginnt mit einer geführten Meditation zum Ankommen und Einstimmen. Du musst kein fertiges Problem mirbringen. Es reicht, mit dem Wunsch nach Klarheit, Veränderung oder Neugier zu kommen.

Im anschließenden Medicin Walk - einem stillen Gang über das Gelände - verbindest du dich mit dem, was gerade gesehen oder bewegt werden möchte.

Nach einer Reflexion betreten wir gemeinsam die Herde.

In zwei intensiven Sequenzen in der Herde, arbeitest du in deinem eigenen Prozess, begleitet von zwei Seminarleiterinen im geschützten Rahmen der Gruppe. Alles geschieht achtsam und in deinem Tempo.

Emotionen sind willkommen. Viele erleben Momente großer Klarheit, treffen eine Entscheidung, fassen Mut oder spüren erstmales eine klare innere Grenze.

Nach der Mittagspause folgt eine zweite Sequenz in der Herde. Hier wird deine neue Erfahrung erprobt und gefestigt. Oft wird unmittelbar spürbar, was sich bereits verändert hat.

Je nach Verlauf des Tages wird das Erlebte in einer klaren Entscheidung, einem persönlichen Zielsatz, einen neuen Belief oder einem konkreten nächsten Schritt verankert.

Für wen ist das Seminar?

Für dich, wenn du

  • dich immer wieder in ähnlichen Mustern/Situationen wiederfindest
  • Schwierigkeiten hast, klare Grenzen zu setzen
  • viel Verantwortung trägst und dich dabei selbst verlierst
  • vor einer Entscheidung stehst
  • dich innerlich neu ausrichten möchtest

Bei aktuen Krisen, empfehlen wir dir ein Einzelsetting - ob psychosoziale Beratung oder Psychotherapie - wir sind für dich da!

Rahmen

Dauer: 10:00 - 15:00 (5 Stunden)
Beitrag: 170€ inkl. Mittagessen und Verpflegung (bitte teile uns mit ob Unverträglichkeiten und/oder besondere Ernährungweisen bestehen)

Jeder Seminartag ist begrenzt auf maximal 9 Teilnehmer.

Auch wenn jeder Termin unter einem eigenen thematischen Fokus steht, bleibt der Kern des Seminars deine persönliche Selbsterfahrung.

Der nächste Schritt beginnt mein deiner Entscheidung.

Wir freuen uns aus dich!

Seminar Anmeldung

Name
E-Mail Adresse
z.B. Unverträglichkeiten für das Mittagessen; Unsicherheiten mit Pferden & Esel
Ich möchte mich zu dem ausgewählten Seminar anmelden und bin über 18 Jahre.

Zur Bedeutung des Namens

Die Herde macht aus vielen Perspektiven und Persönlichkeiten heraus eine Situation begreifbar. Die Herde ist ehrlich und direkt, sie spricht auch Themen an, die am liebsten für immer ignoriert worden wären - sie ist unser unmittelbarer Resonanzpartner. Diese Darstellung der Herde öffnet den Geist und erweitert den Blick für das Große und Ganze. Den Teilnehmern wird damit eine Sicht von außen, innen und dem Gegenüber ermöglicht.

Der Name "Im Auge der Herde" ist entstanden durch eine historisch, mythologische Ableitung aus Zeiten der Kelten.
Die Tradition der Verehrung und Arbeit mit Pferden ist auf die Kelten zurückzuführen. In vielen keltischen Mythen werden Pferde mit Göttinnen verbunden und stehen für übernatürliche Wahrnehmung, Geschwindigkeit und Übergänge zwischen Welten. Pferde galten als die Boten der Götter und stehen symbolisch für übernatürliches Sehen, Reisen zwischen den Welten.
Pferde spielten eine große Rolle in Ritualen und Weissagungen vor allem in germanischen Stämmen hielten die Pferde eine zentrale Rolle in der Gesellschaft, sie galten mitunter als heilige Wesen.
Auch das Verhalten des Pferdes wurde gedeutet – Schnauben und Kopfschütteln wurde als Warnung verstanden. Ruhig und gelassen war die göttliche Bestätigung einer Entscheidung. Eine plötzliche Bewegung oder Stampfen wurde mit der Ankündigung eines Unheils in Verbindung gebracht.

In keltischen Überlieferungen galten Pferde als besonders sensible Beobachter ihrer Umgebung und Wahrnehmungsträger. Dieses Bild hat uns inspiriert.
Im weiteren wurde die Seminarreihe angereichert mit psychologischen, philosophischen und wissenschaftlichen Aspekten. Moderne Systemtheorie und Bindungsforschung beschreiben, wie stark wir in Systemen wirken und aufeinander reagieren. Pferde nehmen nonverbale Signale und innere Spannungen unmittelbar wahr - besonders wenn die Herdentiere in einem gefestigten und freien Herdenverbund leben dürfen.

In einer Herde ist jedes Individum Teil des Ganzen. Herdentiere sind besonders sensibel auf ihr Umfeld, denn eine Herde ist nur so stark wie das schwächste Glied. So haben sie einen Blick aufeinander und gleichen untereinander Imbalancen aus. Wir einiges Lernen: non-verbale Kommunikation, klare Rollen- und Führungsverteilung, Teamgeist sowie die Bedeutung von Achtsamkeit und Präsenz.

"Das Pferd zeigt: es ist in seiner Umwelt nicht abstrakt, sondern unmittelbar involviert. Genau das eröffnet uns Menschen einen Erfahrungsraum der Authentizität." - Heidegger, Die Grundbegriffe der Metaphysik

Dadurch, dass die Pferde und Esel keinen bewussten Weltenentwurf haben, leben sie in einem unmittelbaren Bezogensein mit der Umwelt und dem Umfeld. Das Bedeutet, dass sie im Hier und Jetzt leben und nicht in Kozepten wie wir Menschen. Wodurch sie in der Lage sind auf kleinste Stimmungen, Haltungen und Atmosphären zu reagieren - ohne Filter. Diese Beschreibung prägte den Begriff des Resonanzraums, in den die Menschen eintauchen können, da die Pferde und Esel für den Menschen zum Spiegel werden.

"Pferde sind lebendige Resonanzpartner, die uns einen Raum eröffnen, Authentizität und Beziehungsfähigkeit zu erfahren" - Hartmut Rosa

In dieser Begegnung entsteht ein Erfahrungsraum, der oft schneller Klarheit ermöglicht als lange Gespräche - eine konkrete Erfahrung im Hier und Jetzt.